Klappen auf: Text!

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Aufklappen, lesen, zuklappen – so der normale (Lese)Gang bei einem Printmagazin. Nicht aber beim KLAPPENTEXT! Das Literaturprogrammheft bzw. Literaturmagazin (es ist eine Mischung aus Beidem) präsentiert sich in Digital als PDF-Format – monatlich, kostenlos und voll und ganz für München. Sein Vorgänger, das Literaturblatt des Kulturreferats, wurde Anfang 2006 eingestellt, was der literarischen Stimme der bayerischen Hauptstadt erst einmal einen Flüsterton verpasst hat: Zwar vorhanden, aber so versteckt, dass kaum einer sie noch wahrnehmen konnte – zumindest nicht in ganzem Volumen. Wann, wo und wie geschieht Literatur in München? Die Stimme brauchte einen neuen, eingänglichen Bass! Und der klingt seit April 2008 mehr nach Klicken als nach Aufklappen, mehr nach Scrollen als nach Umblättern. Der KLAPPENTEXT berichtet, kommentiert und rezensiert das Münchner Literaturleben und fasst es in einem Kalender für Lesungen zusammen (der auf der Webseite, auf der es nicht nur die aktuelle, sondern auch alle vergangenen Ausgaben zu lesen gibt, in tagesaktueller Form auftritt). Und das Ganze erscheint mit einem Cover, das den Wiedererkennungseffekt garantiert: jeden Monat ein neuer hübscher Hinkucker, gestaltet von der Grafikerin Tanja Kischel vom Design-Büro und -Laden Umwerk. Redaktionell gefüttert wird der KLAPPENTEXT von Katrin Schuster, die als freie Autorin und Journalistin allerlei Literatur in München betreibt und betreut – derzeit vor allem das Literaturportal Bayern.

Zwei Fragen an Katrin Schuster und Tanja Kischel:

Warum machen Sie den KLAPPENTEXT?

Katrin Schuster: Zeitungsmachen war schon mit neun oder zehn Jahren eines meiner „Hobbys“ (wie man damals so sagte), und das ist es bis heute geblieben. Mit der Gründung des KLAPPENTEXT habe ich mir mein Was-ich-werden-will-wenn-ich-groß-bin erfüllt und meinen Chefredakteursposten einfach selbst geschaffen: Ich kenne keine schönere Herausforderung, als allmonatlich um den neugierigen, den kritischen und den erstaunten Blick meiner Leserinnen und Leser zu werben.

Tanja Kischel: Katrin hat für ein anderes Projekt einen Grafiker gesucht. Daraus ist nichts geworden, dafür aber aus dem KLAPPENTEXT. Die Arbeit daran beinhaltet genau das, was mich interessiert, die typografische und illustrative Umsetzung von literarischen Themen in Magazinform.

Ist der KLAPPENTEXT in München gut aufgehoben?

Katrin Schuster: München ist für den KLAPPENTEXT ein gutes Pflaster, weil die Stadt klein genug ist, um die literarischen Termine noch einigermaßen im Blick und im Griff zu haben und um auch ohne Werbeetat relativ schnell eine gewisse Aufmerksamkeit (und eine Förderung des Kulturreferats – danke dafür!) zu erreichen. Manchmal ist es aber auch ein holpriges Pflaster, da man fast alle Akteurinnen und Akteure des Betriebs kennt und also schon mal schief bis böse angesehen wird, wenn man sie trotzdem kritisiert.

INFO: Die Januar-Ausgabe beschäftigt sich mit digitaler Literatur in München! Und: Der KLAPPENTEXT kann auch ganz einfach per E-Mail abonniert werden unter abo@literatur-muenchen.de  Postfach auf, KLAPPENTEXT rein!

Bild: KLAPPENTEXT

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One Comment on “Klappen auf: Text!”

  1. […] das Münchner Online-Literaturmagazin KLAPPENTEXT herausgibt, über das ich vor einiger Zeit bereits berichtet […]


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