Herbst. Weil es Zeit ist.

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Letztens habe ich im Garten der Akademie der Bildenden Künste in München einen ersten schönen Herbsttag erlebt. Auf einer Holzbank sitzend, mit der Kamera in der Hand und Det går an (dt. Die Woche mit Sara) auf dem Schoß; ein Roman des schwedischen Autors Carl Jonas Love Almqvist aus dem Jahr 1839 (2004 von Anne Storm übersetzt und bei Kindler erschienen). Um mich ein Blätterregen; ein freudiges Fallen, ein friedliches Ankommen. Wie Sara sich bei Albert fallen lässt, um bei sich selbst anzukommen:

»Ich bin beschwingt und frei wie ein Vogel, und du kannst sicher sein, dass ich meine Flügel immer behalten werde. Wenn du auch fliegen kannst, ist es gut, aber wenn du bloß ein Schwätzer bist, dann sag es lieber gleich.«

In meinen Ohren Árstíðir (Seasons) von Pascal Pinon; wunderbar melodische Musik der Zwillingsschwestern Ásthildur and Jófríður Ákadóttir aus Reykjavík (Lieblingssongs: Ekki Vanmeta und Somewhere). Die Lyrics lassen die Jahreszeiten mit dem Herbst beginnen:

»Falling and falling on me
Every time I walk under a tree
Yellow leaves and orange leaves
And I feel like something
I have felt before
And feel like every every year
The fall is very very near.«

Und in meinem Kopf der Gedanke, ob es der Herbst ist, der das Jahr beendet. Wo er die Welt doch zum Abschluss noch einmal in Farben explodieren lässt, bevor er sie dann langsam aus ihrer Hülle schält, um sie mit ruhigem Blätterfall in den Schlaf zu wiegen, mit sanftem Rauschen in den Traum zu flüstern…

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