Schluck sechs: auf der Durchreise

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Der Hauptbahnhof in Kopenhagen; er zieht mich immer wieder in seinen Bann. Mit seinem Backsteinrot, seinen Türmen, seinen bunten Glasfenstern – seiner Dachkonstruktion. Hier bin ich im Januar nach einer elfstündigen Zugfahrt von München über Hamburg angekommen; hier bin ich in ein wunderbares Licht eingetaucht und tu es immer noch und immer wieder, tagsüber und nachts. Ich laufe oft hindurch, nie außen vorbei und nehme mir die Atmosphäre mit. Und dabei wandert mein Blick immer nach oben, zu den Balken und den Bögen; oft finde ich mich unter dem Kronleuchter in der Mitte wieder. Es ist kein Ort an dem ich lese oder schreibe. Es ist ein zauberhaft zentraler Ort auf dem Weg zu meinen Lese- und Schreib- und Literaturplätzen: Das Notizbuch, das unterwegs immer mit dabei ist – hier reist es ab, hier kommt es an. Hier ist es auf der Durchreise. Es ist ein Ort für Inspirationsschübe und Überraschungen; obwohl ich ihn schon so oft bestaunt habe, entdecke ich immer wieder Neues – oder meine Besucherin Alex entdeckt etwas: Über einem Gleisaufgang steht ein Satz aus The Truman Show:

Good morning! Oh, and in case I don’t see ya: Good afternoon, good evening, and good night!

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