Schluck sieben: im Dazwischen

Scan 23

Meinen liebsten Lese- und Schreibplatz in ganz Kopenhagen habe ich zufällig letztes Jahr schon entdeckt – bei einem ziel- und zeitlosen Spaziergang auf meiner ersten Reise dorthin, an meinem ersten Morgen in der Stadt: Ich bin in einen Innenhof von Christiansborg Slot, dem Parlament, gelaufen, von dort aus durch einen Torbogen geschlendert und stand plötzlich inmitten eines kleinen Parks mit Blick auf ein wunderschönes Backsteingebäude – den alten Teil der Königlichen Bibliothek. Und als ich rechts daran vorbeigegangen war, habe ich den Schwarzen Diamanten – Den Sorte Diamant – gefunden, den neuen Teil der Königlichen Bibliothek, der mit seiner schwarzen Glasfront bei Sonnenschein mit dem Wasser des Hafenbades um die Wette glitzert. Alt und neu also unter einem Lesedach vereint – und mein Platz befindet sich genau dazwischen. Im ersten Stock des Schwarzen Diamanten führt eine Glasbrücke in den alten Teil der Bibliothek, in dem sich der schöne Lesesaal mit den grünen Leselampen befindet. Und nach der Glasbrücke, aber noch vor dem Lesesaal – in diesem Dazwischen – stehen Tische und Stühle und Sofas in einem lichtdurchfluteten Raum, der wie ein herrlich hoher und warmer Wintergarten auf mich wirkt; vor allem dann, wenn die Sonne durch die alten Glasfenster scheint. Ich konnte das Licht nicht mit meiner Kamera einfangen. Allerdings meinen Weg dorthin; in alt und neu, von letztem und von diesem Jahr – als ich durch den Torbogen spaziert bin und mich gefreut habe.

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