Golden Ride

golden ride

»You can´t buy happiness, but you can buy a surfboard – that´s pretty close…«

…steht weiß auf meerblauem Hintergrund auf der Rückseite vom Golden Ride. Das Boardsport und Lifestyle Magazin ist mir aufgefallen, an einem unüblichen Ort: im Wartezimmer. Ich blätterte begeistert darin herum und hörte mir neugierig an, wie die Ärztin auf meine Nachfrage von ihrem ersten Surfkurs an einer andalusischen Küste schwärmte. Das Surfen hat sie gepackt – und das Golden Ride wurde abonniert. Ich verließ die Praxis mit einem Zettel, auf dem sie mir das Surfcamp notiert hatte. Beim Hinausgehen warf ich noch einen Blick auf das Magazin; ich ließ es nur ungern zurück. Ich steckte mitten in einem spannenden Interview, das ich gerne noch zu Ende gelesen hätte.

Also recherchierte ich zu Hause und war erstaunt: Die Redaktion des Golden Ride sitzt nicht weit von mir entfernt, in Kirchheim bei München. Es erscheint vierteljährlich und ist seit acht Jahren fest in der Szene etabliert: als Magazin für junge Frauen, die sich gerne ins boardsportliche Abenteuer stürzen, reiselustig sind und auch ein kulturelles Interesse hegen. Es hat drei Rubriken: Boardsports, Travel und Culture. Letztere enthält die Themen Kunst, Natur, Gesundheit und Fashion. Ich öffnete mein E-Mail Postfach und fing an, zu tippen. Zwei Tage später hielt ich die sommerliche Surf-Ausgabe für Juli, August und September wieder in meinen Händen: Sie ist hübsch. Das Coverbild ließ mich sofort in das Heft eintauchen. Und ich mag den Namen – Golden Ride.

Ich war auf dem Sprung nach Berlin und packte es in meinen Rucksack. Dort sammelte sich die Hitze in den Straßen. Ich fuhr zum See und tauchte ab; ich legte mich auf ein Handtuch und las. Seite für Seite eröffnet sich mir die Surfwelt in Magazinform seither. Wo ich gehe und stehe, taucht sie in diesen Tagen auf. Eine Freundin schickt mir einen Link zu dem Buch Salt & Silver, das Surfen und Kochen vereint, es tischt die besten Wellen und Rezepte aus Lateinamerika auf – ich entdecke es auch im Golden Ride. In einem Café in Kreuzberg liegen Flyer von Hila Skateboard Upcycling, eine Werkstatt zweier Berlinerinnen, die aus alten Boards Neues kreieren, wie Schlüsselanhänger und Schmuck – auch das Golden Ride schreibt darüber. Ich versuche mich am Surf-Yoga, das durch Anleitung und Abbildungen erklärt und gezeigt wird. Ich lese von umtriebigen Surferinnen aus aller Welt und über umweltbewusste Kun_tiqi Eco Boards aus Spanien. Ich stelle mir die Surfmode an mir vor und höre zum ersten Mal vom Surfcity Festival in Barcelona. Ich probiere die zehn Songs aus, die die Redaktion empfiehlt; am besten gefällt mir I´m not coming back von Husky. Und am liebsten lese ich das Interview mit der Journalistin und Fotografin Elisa Routa aus Biarritz, die über die Surfwelt schreibt und dabei wunderbar verträumte Fotos schießt:

»Die Surfwelt ist eine Miniaturwelt, ein Mikrokosmos, größer als du, größer als ich, aber immer noch viel zu klein…es ist vielmehr wie eine riesige Blase, attraktiv, überwältigend, und manchmal bedrückend und dennoch schwer zu verlassen.«

Die Wellenwelt des Surfens wächst weiter und weiter vor meinen Augen heran – und das Golden Ride gehört definitiv dazu.

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Info: Das Golden Ride ist im Einzelhandel, in Bahnhofsbuchhandlungen und in einzelnen Shops erhältlich; in München im Blue Tomato, Santo Loco und Planet Sports – es kostet 4,20 Euro.

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