schreibnummer 27

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Wenn die Worte wieder wellen…weiter wellen…

»Die Sonne war noch nicht aufgegangen. Meer und Himmel ließen sich nicht unterscheiden, nur daß das Meer leicht gefältet war wie ein zerknittertes Tuch … Die Welle hielt inne und zog sich dann wieder zurück, seufzend wie ein Schlafender, dessen Atem unbewußt kommt und geht. Allmählich wurde der dunkle Streif am Horizont klar … Dahinter klärte sich auch der Himmel … und nun breiteten sich flache Streifen von Weiß, Grün und Gelb über den Himmel aus wie die Finger eines Fächers … bis eine breite Flamme sichtbar wurde; ein Feuerbogen loderte am Rande des Horizontes, und rund um ihn her lohte das Meer golden.«

Virginia Woolf, Die Wellen

 

Gelesen in: Frauen am Meer von Tania Schlie, Thiele Verlag.

Bild: Junges Mädchen am Strand, um 1886 von Philip Wilson Steer, Musée d´Orsay, Paris.


surfsession

Schleichend nähert sich der Sommer und mit dem Sommer kommt die Sonne und mit der Sonne kommt der Strand und mit dem Strand auch das Meer und die Wellen und das Surfen und die Surfer-Literatur, die schon zweimal mit »Atem« und »Endloser Sommer« Einzug auf der schreibstation gehalten hat.

Nun wird es Zeit für eine eigene Kategorie, ganz einfach weil ich nicht aufhören kann, zwischen den Wellen zu lesen. »Im grünen Raum von Saint-Leu« von Peter Lenzyn schließt sich bald der surfsession an. Und weitere Surfer-Romane werden folgen…und schon kommt der Sommer ein Stück näher.

Unbenannt