die kategorien

LITERATUR

haltestellen

Über Orte lässt sich schreiben. Worte sprudeln aus den Winkeln, in die Straßen, um die Häuser, auf den Platz; der ganzen Welt wird von einem Punkt aus auf den Grund gegangen, ohne einen Punk zu machen. Zwischen Buchdeckeln, im Kino, im Theatersaal, auf Konzert- und Lesebühnen – die Literatur kommt überall zu Wort. Doch wie klingt die literarische Stimme einer Stadt? Wo reihen sich die Buchstaben aneinander? Wer formt sie zu Vers und Zeile? Der Stadtplan wird aufgeklappt, es wird durch die Gegend geblättert und quergelesen – der Schreibzug kann beginnen.

zwischenzeilen

Wörter drehen und wenden, auseinanderpflücken und verbinden, zurecht legen und zerstreuen. In Poesie und Prosa.

»Mach Literatur daraus. Suche neue Wörter. Drechsle neue Sätze. Gieße eine Form, einen Stil, ein Modell. Verwende einen starken Leim.« (Anaïs Nin)

auffangabteil

Tummelplatz für Texte zu unterschiedlichsten Themen: Von hier und dort bis dies und das, wo Milch und Honig, Impulse und Ideen zusammenfließen. Mit anderen Worten: Was nicht zugeordnet werden kann, sehr wohl aber dazu gehört.

aller damen länder

Große Männer, große Werke! Was haben sie nicht schon alles geschrieben, gedichtet und in die Welt hinaus posaunt, diese Goethes, Schillers, Shakespeares, Tolstois, Kafkas und Gebrüder. Die altehrwürdige GmbH der schreibenden Männer ist seit Jahrhunderten in vollem Gange, die Motoren brummen, die Maschinerie kommt nicht zum Stillstand, hier und dort und überall – in aller Herren Länder! Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde sie toll, diese dicken Schinken, die frisch gepökelt vom Fließband fallen und sich prall in den literarischen (Super)märkten der Welt präsentieren. Zugegeben, vielleicht nicht alle. Man kann ja nicht alles gut finden. Doch ab und zu schadet  es nicht, sich eine Scheibe davon abzuschneiden. Allerdings: Erst recht kann man nicht alles lesen – für die Literatur ist das Leben ja bekanntlich viel zu kurz.

Apropos zu kurz (kommen): Beim Blick in die vollbeladenen Regale fehlen mir die Autorinnen. Sicher, unter den Vielbelesenen platziert sich auch die ein oder andere Frau im Sortiment der Weltliteratur wie Jane Austen, Virginia Woolf, Simone de Beauvoir, Bettina von Arnim, Else Lasker-Schüler, Olympe de Gouges, Sophie von La Roche, George Sand, Harriet Beecher Stowe, Agatha Christie, Dorothy Parker,  Anaïs Nin … alles geläufige Namen? Richtig! Im Allgemeinen hält sich ihre Bekanntheit in Grenzen. Oder um es etwas drastischer auszudrücken: Es sind unbekannte Tanten, deren Titel höchsten wie seichte Streifzüge durch die Bücherwelt geistern, á la »Hab ich schon mal irgendwo gehört.« Ihre Werke lassen sich – neben Ausnahmen versteht sich, denn Ausnahmen gibt es immer – in den unteren Regalen finden, bei denn billigeren Sachen (so manch einem mag in diesem Zusammenhang die Trivialliteratur ein Begriff sein) oder bei denen, deren Haltbarkeit bald abläuft. Denn genau das hat die weibliche Literatur: ein Ablaufdatum. Während sich die Männer seit Jahr(hundert)en in Scharen im Schreibtopf tummeln, schafften es bisher nur wenige Frauen über den Rand zu springen, in die stets dampfende und blubbernde Wörterwelt einzutauchen und sich fest im literarischen Gedächtnis der Zeit zu verankern  Schriftsteller lassen sich mit einer Kelle schöpfen; Schriftstellerinnen mit einem Löffel. Testosteron-Suppe!

Aber manchmal geht es eben um die feine Auslese. Und mal ganz ehrlich: Im Verborgenen zu fischen macht Spaß! Deshalb widmet sich diese Kategorie dem Aussieben und Aufspüren der weiblichen Schreibkultur. Es geht darum, in Vergessenheit geratene Biografien aufleben zu lassen und verlorene Werke wieder zu entdecken; neue Türen zu öffnen und, wie auch Goethe und Co. es sicher ganz gentlemanlike getan hätten, den Damen den Vortritt zu lassen. Tretet ein! Tretet ein!

MUSIK

 sound so

Was für ein Song! Diese Melodie, dieser Klang, dieser Rhythmus. Und der Text? Der ging doch irgendwie so und so…falsch! Was wird hier eigentlich gesungen? Stagediving mal anders – in der Wortmenge. Weg vom Instrument, hin zum Mikrofon oder besser gesagt: hinein. Welcher Input und welche Ideen, welche Geschichten und welche Gefühle wandern über die Bühne? Musiker im Interview, Lyrics im Fokus. Auch der Text macht die Musik. Mitsingen beim nächsten Konzert. sound so.

verhört

Es ist dieser Moment auf Konzerten, in dem ich mich wohl verhöre: wenn ich mich bis über beide Ohren verliebe in eine Musik und der Welt mitteilen will, was meine Welt bespielt: ein Song oder gleich ein ganzes Album – ihr werdet hier davon hören.


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