»Der Text schmiegt sich an die Melodie an« Carmina Reyes und MANU sound so.

 

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Carina und Manu leben in München und musizieren mal gemeinsam, mal solo als Carmina Reyes und MANU. Die Musik hat sie zusammengeführt; seit zweieinhalb Jahren sind sie ein Paar. Sie klingt gern verträumt, er vielseitig. Der Song Train to a better Home liegt beiden am Herzen.

schreibstation: Warum macht ihr Musik?

Carina: Ich habe als Kind schon viel gesungen und gelernt, Gitarre zu spielen und dann habe ich auch in verschiedenen Bands gesungen. Mit der eigenen Musik hat es aber so richtig erst angefangen, als ich nach München gekommen bin. Da habe ich entdeckt, dass die eigenen Songs für einen selbst viel schöner sind.

Manu: Ich bin mit Musik aufgewachsen, deshalb gehört sie einfach zu meinem Leben dazu. Ohne Musik zu leben, wäre schrecklich. Das geht gar nicht anders.

schreibstation: Ab und an macht ihr gemeinsam Musik. Warum?

Manu: Weil wir auch privat viel Zeit miteinander verbringen (lacht) und dementsprechend machen wir immer wieder gemeinsam Musik. Das ergibt sich einfach so.

Carina: Wir haben auch erst zusammen Musik gemacht, so haben wir uns kennengelernt. Wir waren bei vielen Open Stages und irgendwann hatte jeder auch eigene Konzerte und so ging es dann eigentlich erst richtig los mit der eigenen Musik auf der Bühne.

schreibstation: Warum schreibt ihr eure Songtexte selbst?

Manu: Ich habe lange Zeit Jazz gemacht und meistens die Kompositionen von anderen Leuten gespielt. Irgendwann habe ich gemerkt, dass mir das nicht mehr reicht. Ich wollte mich persönlicher ausdrücken und eigene Texte und Melodien zu schreiben, war die Lösung. Das hat mich dann total eingenommen.

Carina: Bei mir ist es ähnlich. Ich kann nur so meine Gefühle ausdrücken und meine Gedanken ordnen.

schreibstation: Wie entsteht ein Song?

Carina: Ich sitze zum Beispiel in der U-Bahn oder zu Hause und mir fällt irgendein toller Satz auf oder ein. Dann entsteht ein Workflow und ich schreibe einen Text und nehme die Gitarre dazu. So entsteht dann ziemlich schnell ein Song. Oder es gibt auch die andere Variante: der Text schmiegt sich an die Melodie an. Meistens existiert bei mir aber erst der Text.

Manu: Bei mir ist es unterschiedlich. Mir fällt entweder erst ein Gitarrenriff oder eine Akkordfolge ein oder ich schreibe einen Text. Ich finde es sehr spannend, wie Songs entstehen können, deshalb probiere ich aus. Es gibt so viele Wege, wie man einen Song schreiben kann. Man kann sich auf ein Gefühl konzentrieren oder auf einen Titel. Oder auf eine Melodie oder auch nur auf die Akkorde. Oder auch einfach auf ein Geräusch.

schreibstation: Wie entsteht ein gemeinsamer Song?

Carina: Meistens ist es so, dass einer von uns schon die Idee hat und wir denken sie dann gemeinsam weiter. Wir haben auch schon Texte zusammen geschrieben, aber es ist einfacher, allein zu schreiben.

Manu: Es ist schwierig, im Nachhinein dasselbe Gefühl aufzunehmen, das der andere während dem Schreiben hatte. Aber ich hatte zum Beispiel mal nur eine Melodie und Carina hat dann den Text dazu geschrieben.

schreibstation: Welche Rolle spielt der Text in eurer Musik?

Carina: Für mich ist er sehr wichtig. Ich mache mir viele Gedanken darüber, ob er so ankommt, wie er ankommen soll. Es ist ja immer eine Geschichte, die man erzählen will und da ist es spannend, zu sehen, wie sie aufgenommen wird.

Manu: Der Text ist für mich immer noch so eine neue Sache, eine andere Dimension. Dadurch erhalten Melodien, die ich vielleicht vor Jahren schon gespielt habe, eine komplett neue Bedeutung.

schreibstation: Was macht einen guten Songtext aus?

Manu: Manchmal kann ein guter Songtext nur drei Wörter haben und so genau richtig für einen Song sein. Manchmal muss er aber auch eine ganze Geschichte sein. Der Text sollte Hand in Hand mit der Musik gehen und er muss etwas beim Zuhörer auslösen, egal was. Natürlich lieber schöne als schlechte Gefühle, aber er muss etwas bewegen.

Carina: Ich finde einen Songtext dann gut, wenn sich dir die Geschichte des Songs dadurch öffnet. So, dass du direkt mitfühlen kannst. Wenn der Text dich sozusagen in die Atmosphäre des Songs mitnimmt.

schreibstation: Beeinflusst Literatur eure Musik?

Manu: Ja. Ich lese genau aus diesem Grund fast ausschließlich englische Bücher, weil ich auch englische Songtexte schreibe und das hilft mir dabei.

Carina: Ich lese auf Englisch und auf Deutsch. Gerade lese ich zum Beispiel Fiesta von Hemingway. Die englischen Bücher bringen eben diese Effekte, diese Wörter und Sätze, die einen zu Songtexten inspirieren.

schreibstation: Wer hat Train to a better Home geschrieben?

Carina: Ich habe den Song geschrieben. Das war letzten September, da saß ich zu Hause und habe im Fernsehen die Flüchtlingskrise verfolgt. Das waren so viele Eindrücke, die musste ich einfach rausschreiben. Ich wollte mich reinfühlen, was es bedeutet, seine Heimat zu verlassen und sich auf so einen langen und ungewissen Weg zu machen.

Manu: Ich habe den Song dann gehört und dachte mir erst ach schön, so typisch Carina (lacht). Dann hatte ich den Song die ganze Zeit im Ohr und habe drüber nachgedacht und sie gebeten, ihn aufzunehmen. Der Song hat mir so gut gefallen, dass ich fand, wir müssen damit etwas machen. Der durfte nicht einfach in der Schublade verstauben.

Carina: Ich wollte ihn erst nicht veröffentlichen, weil es eben so ein ernstes Thema ist. Aber Manu hat mich dann davon überzeugt. Und er hat den Song auch noch verfeinert und ihn zum Beispiel mit dem Klavier noch schöner gemacht.

schreibstation: Wo kann der Song gehört werden?

Manu: Wir haben ihn auf Bandcamp hochgeladen und auch eine Organisation gesucht, German Alliance. Die fahren dorthin, wo es wirklich brennt und jeder kann mitfahren und helfen. Carina ist auch schon mitgefahren. Auf der Webseite der Organisation kann der Song auch angehört werden und man kann dadurch spenden.

Carina: Ich habe den Song auch schon bei ein paar Konzerten gespielt, oder wir gemeinsam. Das war jedes Mal sehr emotional, für uns und die Zuhörer.

Manu: Es ist ja auch so, dass sich viele damit identifizieren können. Der Song spricht nicht nur die Flüchtlingskrise an, sondern generell alle Menschen, die sich ein neues Zuhause suchen müssen oder sich ein besseres Zuhause wünschen.

schreibstation: Habt ihr eine Lieblingszeile im Songtext?

Carina: Ich mag den Schluss am liebsten, also den Teil, den ich ohne Musik singe.

Manu: Und ich mag, in Verbindung mit der Melodie, den Satz: Humans like you and I. Das ist die Kernaussage für mich.

 

Train to a better Home – reinhören und rauslesen:

 

 

So many people in the world

Getting lost and getting hurt

Things are changing overnight

Humans like you and I

Like you and I

 

So many people on their way

Looking for a safer place to stay

All the things seemed so right

Got lost in the fight

In the fight

 

And now you go

Taking the train to a better home

And you don’t know

Wondering where you belong

And now you go

With your heart full of hope

Sometimes you weep sometimes you cry

You hope to find a better live

Sometimes it’s hard to say goodbye

 

Many things that just turned wrong

Lost your house and a friend through a gun

Fences standing in your way

While you search for a place to stay

To stay

 

And now you go

Taking the train to a better home

And you don’t know

Wondering where you belong

And now you go

With your heart full of hope

Sometimes you weep sometimes you cry

You hope to find a better live

Sometimes it’s hard to say goodbye

 

Bury all those weapons in the sand

Free these people, free this land

Make this place a home again

Free these people, free this land

Bury all those weapons in the sand

Free these people, free this land

Bury all those weapons in the sand

Free these people, free this land

Make this place a home again

Free these people free this land

Bury all those weapons in the sand

Free these people free this land

 

You see I’m just a little girl

Have not much to say in this cruel world

But if a song could change a heart

I made a start

I made a start

 

INFO: Carmina Reyes kann in München am 29. April beim Singer & Songwriter Abend im My Fable, am 30. April im Rahmen der Langen Nacht der Musik im busner.s  und am 22. Juli  beim Thalkirchner Sommerfest gelauscht werden. MANU tritt am 7. und 8. Mai auf dem Weingut Meine Freiheit in Darmstadt und am 4.Juni bei den Frontstage Concerts in Peiting auf.

 


Bye Bye Bussi Bussi!

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…stand auf einer Mauer an der Isar, in der Nähe der Praterinsel; damals als ich in München ankam und meine Reise begann. Letztens war ich wieder dort und es steht noch da. Ich stand da und habe ihr nachgesinnt; der Zeit in dieser Stadt, die nun zu einem Dort geworden ist. Das Hier ist nun Berlin. Doch das ist eine andere Geschichte. Eine, die noch geschrieben wird.

Wenn ich an München denke, sind dort viele Geschichten.

Das Flanieren in der Kunstakademie. Der Olympiaturm beim Aufwachen. Die Herzoglichkeit. Gin und Tonic im Moejo91. Die Himbeerlimonade im Jasmin. Der Rooibos-Erdbeertee im Marais. Die heiße Schokolade auf der Parkbank bei der Alten Pinakothek. Das Krümeln in der Kuchenwerkstatt. Die Breze im Morgengrauen nach durchtanzter Nacht. Die Musik. Der Entenmarsch durch den Englischen Garten. Der Luitpoldpark, hoch oben. Die herausragenden Kirchtürme. Der endlose Kinogang zum Filmfest. Das Lieblingseis zu jeder Zeit. Nachts die Pommes beim Bergwolf. Die überlangen Spaziergänge. Das übervolle Antiquariat.

Die erfüllten Gespräche. Die Bücher zwischen den Wegen.

Der Anfang der schreibstation.

Und so vieles mehr.

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Bye Bye Bussi Bussi!

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»Das Leben auf der Meereswoge, was Jungs?« Tim Wintons Surfroman

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Aloha! Der Sommer schwimmt so vor sich hin und bevor er untertaucht, lasse ich ihn noch auf einer ausgedehnten Welle reiten – mit einer Surfsession auf der schreibstation: Drei Rezensionen in drei Wochen, die allesamt das Surfen zum Thema haben. Losgepaddelt wird mit einer Geschichte, die mich im vergangenen Jahr schon mitgerissen hat: Der Roman Atem (Original: Breath) von dem australischen Autor Tim Winton. Er wurde mir ans Herz gelegt, nachdem ich den Surfern in San Sebastián und Zarautz (beides im Norden Spaniens, etwa 20km voneinander entfernt) zugesehen hatte; ich stand auf einer Klippe und beobachtete das Treiben aus der Ferne, ich ging zum Strand und sah es mir aus der Nähe an – ich konnte den Blick nur schwer abwenden. Wieder in München habe ich mich zu den Surfern am Eisbach gesellt, mit dem Roman in der Tasche, und meine Faszination wuchs in Wogen: Ich strich Zeile um Zeile an, schrieb mir Wörter heraus wie: Südwester, Swell, Gischt und Bombora, um mir das zu erlesen, was ich verfolgte. Auch wenn ich es selbst noch nicht ausprobiert habe, literarisch bricht die Surfwelle seither immer wieder über mich herein. Auch Bruce Pike, der Protagonist, wird sofort surfsüchtig, als er als Dreizehnjähriger mit seinem Freund Loonie das erste Mal zum Point fährt:

»…in all den Jahren, die Loonie und ich miteinander surften, nachdem wir uns an diesem Vormittag am Point infiziert hatten…es bestand nie ein Zweifel am grundlegenden Kitzel des Surfens – den gigantischen Kick, den wir verspürten, wenn wir, mit dem Wind in den Ohren, eine Welle entlangsausten…wie narkotisch dieses Gefühl war, wie süchtig es machte; vom ersten Tag an war ich allein schom vom Zuschauen high.«

Bruce erzählt seine Geschichte als fast Fünfzigjähriger nach und erinnert sich an das absolute Gefühl danach:

»Die selige Erleichterung des Ausgleitens auf der Schulter einer Welle in einem Dunst aus Gischt und Adrenalin. Das Überleben ist die stärkste Erinnerung, die ich habe; das Gefühl, auf Wasser gegangen zu sein.«

In Atem geht es darum, beim Surfen an jegliche Grenzen zu stoßen, alles aus seinem Körper herauszuholen, was geht vor allem aus den Lungen; dann, wenn die Wellen kommen:

»Es ist komisch, aber übers Atmen denkt man eigentlich nie so richtig nach. Bis es so ziemlich das Einzige ist, worüber man nachdenkt.«

Die beiden Jungs lernen Sando und Eva kennen, ein Paar, das abgeschieden auf einem alten Hof lebt. Sando wird ihr Vorbild. Er bringt ihnen das Surfen bei, er verhilft ihnen zum ersten Wellenritt:

»…und schon war die Welle über mir, ihre Masse überholte mich so schnell, dass ich meinte, rückwärts zu fahren. Um mich herum war nichts als brodelnder Dampf. Ich hing an dem kochenden Nest aus Schaum ganz oben auf ihrer Spitze, aufgehoben in Lärm und Ungläubigkeit, bevor ich in einer Walze blendender Gischt nach unten fiel. Das Aufrichten war ein reiner Instinkt, aber da war ich plötzlich, auf den Füßen und am Leben, ich schlitterte direkt vor diesem geifernden Chaos dahin, und mein kleines Brett ratterte unter meinen Sohlen.«

Sando ermöglicht ihnen nicht nur das Surfgefühl, er vermittelt ihnen auch die Mentalität, die sie brauchen, um auf offenem Meer zu bestehen:

»Das Leben auf der Meereswoge, was Jungs?…Nimm die nächste da, Junge, sagte er…Oder willst du hier weiter rumschwappen wie ein alter Teebeutel?…Na komm Junge, kein Mumm, kein Ruhm.«

Schnell wird aus dem Spiel mit dem Wasser ein Spiel mit dem Feuer, denn bei ihren »Verabredungen mit dem Unentdeckten« geht es nur darum, noch weiter hinaus zu paddeln und noch höhere Wellen zu bezwingen:

»Was wir taten und wonach wir strebten, so sagten wir uns, war das Außergewöhnliche.«

»Angst zu haben, sagte Sando. Das beweißt, dass du lebendig und wach bist.«

»Aha…Old Smoky, der alte Raucher. So nennt man diese Welle. Hat die schon irgendjemand gesurft?, fragte ich…ist eine große, wilde Küste da draußen…mit jeder Menge Überraschungen, Spaß und Spiel für den diskreten Gentleman.«

»…johlend schossen wir aus den Wellenschlünden hervor…«

Aus den Freunden Bruce und Loonie werden Rivalen; es geht um die beste Welle, die Welle des Tages, um die Gunst von Sando und schließlich auch um ihr Leben; dafür gehen sie Welle um Welle um Welle gegeneinander an…

»wie der Swell unter mir wuchs wie ein Körper, der Luft einholte. Wie die Welle mich vorwärtszog und ich auf die Füße sprang…ich beugte mich auf die senkrechte Wasserwand zu und das Brett kam mit mir, als wäre es ein Teil meines Körpers und meines Geistes. Der Nebenschleier der Gischt. Die Milliarden Lichtsplitter…diese wenigen Sekunden des Lebendigseins.«

»..ich hüpfte und schwirrte und schoss, halbblind und atemlos über die Untiefe….«

»Er hatte seine Welle ganz bis zum Strand geritten. Er glühte vor Stolz. Er war unangreifbar.«

Der Roman hat mich nicht nur wegen seiner Geschichte gepackt, es ist vor allem die Sprache, die ihre Wirkung hinterlässt – die mich an manchen Stellen nur schwer, an manchen ganz schnell atmen lässt. Es sind die vielen Worte, die Tim Winton findet, um die Wellen zu beschreiben, um sie vor meinen Augen tanzen zu lassen:

»…die Wellenserien des Swells,… die nun anfingen, in die Bucht zu buckeln. Nach einer Weile sahen wir sie heranwalzen, und man hätte meinen können, die ganze rollende Kolonne würde einfach am Point vorbeimahlen…bis sie schließlich küstenwärts in unsere Richtung kippten.«

»…hektischer Lärm, immense Kräfte…aber alles mit einer fast zögernden Trägheit.«

»…als die Welle anfing zu torkeln und sich aufzulösen, über einem schäumenden und gurgelnden Riff.«

»…dass Wellen nichts anderes waren als Linien der Energien von Ereignissen hinter dem Horizont.«

»…das Meer klickte und klirrte.«

Ich könnte endlos lesend weiterwellen.

»Vergiss nicht, ich schenke dir eine Welle.«

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Titel: Atem (Original: Breath); Autor: Tim Winton; aus dem Australischen von Klaus Berr; btb Verlag; 236 Seiten.

Bild oben: Surfer am Eisbach.


»Kurz woanders spazieren« – Im Eisluftballon

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Es ist ein Buch, das mir bei der Münchner Bücherschau Ende letzten Jahres am Stand des Leipziger poetenladen Verlages gleich aufgefallen ist – zunächst durch das Cover und den Titel: Im Eisluftballon. Dann haben mich auch die Worte auf der ersten Seite sehr neugierig gemacht; von Depeche Mode, aus dem Song Never let me down again:

We´re flying high

We´re watching the world pass us by

Ich füge noch eine weitere Zeile aus den Lyrics hinzu:

Never want to come down

Never want to put my feet back down on the ground

Denn: Mit Im Eisluftballon hat Katharina Hartwell zwölf Kurzgeschichten veröffentlicht, die den Leser – vor allem sprachlich – hoch fliegen lassen und ihn inhaltlich nicht nur zuschauen lassen, wie die Welt an ihm vorüberzieht, sondern wie und wo das eigene Leben dabei auf der Strecke bleibt oder mitzieht; beziehungsweise das Leben der Protagonisten. Die Erzählungen kommen auf sehr unterschiedliche Weise immer wieder an denselben Punkt oder auf dieselben Themen zurück: es geht um Heimatlosigkeit, darum, verloren zu gehen oder sich verloren zu fühlen, um das Suchen der eigenen Identität, die Ziel- und Planlosigkeit, darum, im Leben unterwegs zu sein und zu finden, sich zu sammeln, bei sich anzukommen. Es ist eine Reise durch Lebensentwürfte, durch Vorstellungen, Wünsche, Sehnsüchte – mit Absturzgefahr und Aufschwung zugleich. Und diese Reise unternehmen wir Im Eisluftballon, beispielsweise in der Erzählung, die dem Buch seinen Namen und dem Klappentext seinen Inhalt gibt:

»Nur hin und wieder, das bräuchten wir einen Eisluftballon. Einen, der uns gehört und in den wir jederzeit einsteigen und mit dem wir überall hingelangen können, an jeden Ort dürften wir reisen und dort ein Zuhause finden.«

Die Erzählungen gefallen mir allesamt. Und an fünf Lieblingsstellen ist mein Eisluftballon ganz langsam vorübergezogen, damit ich die Worte lange betrachten und sie mir anstreichen konnte; er hat Halt gemacht, damit ich sie mir einfriere, sie mir haltbar mache:

Aus Im Eisluftballon:

»Wir werden betrunken gewesen sein und wütend und verliebt und enttäuscht und alleine und müde. Aber noch ist all das nicht gewesen. Und noch fahren wir im Bus, sitzen Schulter an Schulter, gut verpackt wie rohe Eier im freundlich gelben Karton. Erste Risse lächeln wir weg und schweigen uns aus über zu dünne Schalen.«

Aus Aushilfe:

»Ich dachte, ich würde nie so ganz den Weg verlieren, kopflos durch die Straßen rennen, nicht mehr zu mir selbst oder nach Hause finden, wie manches gleich bleibt und uns daran erinnert, wer wir sind, wer wir waren, wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Falsch gedacht, sagt Paul. Alles ändert sich. Er geht nach draußen und lässt mich mit dem Staubtuch in der Hand stehen.«

Aus Gespenster:

»…dann ist keiner von uns mehr Herr der Straßen und wir treffen uns an fremden Orten und wissen nicht mehr, wie wir nach Hause kommen. Ob wir überhaupt noch einmal nach Hause kommen, wir wissen es nicht mehr.«

Aus Grosse Ferien:

»In meinem Kopf bin ich gerne mal mutig, aber nach draußen mache ich ein nettes Gesicht und nicke, so als sei ich gar nicht richtig da, kurz woanders spazieren.«

Aus Aber man hat ja noch den Sicherheitsgurt – für diese Kurzgeschichte hat die Autorin den MDR-Literaturpreis gewonnen – zwei Stellen, weil sie sich so wunderbar in zwei Köpfen abspielen; dem der Schwester:

»Und alles bleibt gleich und alles ist anders und ich weiß: Es ist schlimm, es ist etwas Schlimmes. Und ich will sagen: Traurig siehst du aus. Und ich sage: Aber man hat ja noch den Sicherheitsgurt.«

und dem des Bruders:

»Sie redet vom Sicherheitsgurt…und ich denke, dass ich etwas gemacht habe, ihr ein Zeichen gegeben habe, ohne es zu merken, und sie etwas weiß und ich fast kein Geheimnis mehr habe. Klar sage ich. Sonst nichts, nicht weil ich nicht will, sondern weil es nicht geht. Während wie fahren, 180 Stundenkilometer in der Schrottkarre, lassen wir alle Wörter zurück, alle kleinen und großen, alle wichtigen und unwichtigen: Liebe. Also. Tja. Positiv. Und. Pech. Jetzt. Zu Hause. Alles geht aus, alles bleibt liegen, auf der Strecke. Klar, sage ich, klar. Nicht weil irgendetwas klar wäre. Bloß, weil es das einzige Wort ist, das ich noch habe.«

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Info: Im Eisluftballon, Erzählungen von Katharina Hartwell, poetenladen Verlag Leipzig, 144 Seiten; gebunden; 16,80 Euro.

Bild oben: Der Heißluftballon in Eisfarben hängt im Fenster vom Café Parterre in Kopenhagen.

Bild unten: poetenladen Verlag


»Der Text ist die direkteste und härteste Form der Kunst« – Julian Heidenreich sound so.

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Julian Heidenreich ist schon immer Münchner und schreibt bereits eine ganze Weile Songs. Damit steht er aber nicht immer alleine als Singer-Songwriter auf der Bühne. Früher war er mit seiner Band Rotamind unterwegs, 2005 hat er sein Soloprojekt gestartet. Seither arbeitet er mit vielen Musikern zusammen und schreibt als Filmkomponist und Musikproduzent auch Musik für andere. Mir saß er bei Skype vor seiner grünen Küchenwand gegenüber und wir haben uns neben seiner Musik auch über München und über Berlin unterhalten und auch darüber, dass man nie zu alt ist, um Gitarre spielen zu lernen. Sein aktuelles Album Omaha Beach, auf dem Their favorite song zu hören ist, erschien 2014; an seinem nächsten Album ist er schon dran.

schreibstation: Warum machst du die Musik, die du machst?

Julian: Gute Frage! Das hat sich ehrlich gesagt so ergeben. Ich hab als Kind schon Geige gespielt und Musik war immer mein Hobby oder ein großer Teil, über den ich mich definiert hab. Und dann habe ich mit 16 oder so angefangen Songs zu schreiben und zu singen und Gitarre zu spielen und das ist bis heute mehr oder weniger gleich geblieben. Nur dass die Songs vielleicht besser sind. (lacht) Aber ja, deshalb mache ich die Musik, die ich mache. Deshalb bin ich kein Electro-DJ, wobei ich da auch mal total Lust drauf hätte. Aber ich hab keine Ahnung, wie das funktioniert. (lacht)

schreibstation: Dann schreibst du deine Songs also selbst?

Julian: Ja. Eigentlich habe ich zuerst Songs geschrieben und dann eine Band gegründet. Das heißt, das Songwriting stand schon immer an erster Stelle. Deshalb habe ich das überhaupt gemacht, weil mir das echt Spaß gemacht hat. Auf meinem aktuellen Album ist aber auch ein Cover. Das ist das erste Mal, dass ich einen Song gecovert habe. Ansonsten ist es super wichtig für mich, die Songs selbst zu schreiben. Das ist auch der viel interessantere Prozess finde ich, als auf der Bühne zu stehen und den Song dann zu spielen. Deshalb würde es mich gar nicht so interessieren, Songs von anderen Leuten zu spielen.

schreibstation: Warum hast du dann das Cover auf deinem Album?

Julian: Ich mag diesen Song einfach total gerne. Das ist ein Radiohead-Cover, der Song heißt Exit Music. Der ist von einem Album, von OK Computer, das ist irgendwann Ende der 90er rausgekommen. Damit habe ich Radiohead lieben gelernt. Das war überhaupt mein Album. Und dann habe ich irgendwann mal versucht, diesen Song auf dem Klavier nachzuspielen. Das hat dann so ganz gut funktioniert und ich dachte, ich wage mich dran und nehm den auf, auch wenn das irgendwie echt schief gehen kann, weil es wirklich ein guter Song ist und eine sehr gute Band. Aber ich glaube im Endeffekt ist er ganz gut geworden. Und auch da muss ich sagen: der Text ist super!

schreibstation: Wie läuft denn das Song schreiben bei dir ab?

Julian: So ein Song, finde ich, besteht immer aus zwei Teilen. Der eine ist die Harmonie und die Melodie, also die musikalische Seite, und dann gibt´s natürlich den Text. Und eigentlich entstehen alle Songs bei mir so, dass ich zuerst die Melodie und die Harmonie hab und dann auf der Gitarre spiele oder auf dem Klavier und eigentlich sing ich dann irgend so ein englisches Kauderwelsch drüber. Und erst wenn die Musik wirklich fertig ist, fang ich dann an, Texte zu schreiben. Und das ist dann auch das Allerschwierigste für mich dabei. Ich muss mich da auch immer wieder überreden, mich hinzusetzen und zu schreiben. Und da kann dann auch echt lange einfach nichts passieren. Wenn ich Musik schreibe, kann das ganz schnell gehen. Wenn ich mich am Text versuche, kann es sein, dass ich zwei Stunden dasitze und es kommt einfach nichts dabei raus. Und deshalb ist es natürlich wunderbar wenn es passiert, dass aus dieser Musik und dem Text dann eine Symbiose entsteht und sich so ein Eigenleben entwickelt. Das ist das, was mich am Song schreiben so begeistert. Wenn es dann zusammenpasst und mehr wird, als es einzeln ist. Aber das ist schwierig und der Text ist wirklich das härteste daran. Das ist ein bisschen so, wie früher als Kind zum Zahnarzt gehen zu müssen. Man muss da irgendwie hin und es ist echt harte Arbeit. (lacht) Aber ich bin dann auch viel glücklicher darüber, wenn ich einen guten Text geschrieben hab, als wenn ich eine gute Melodie geschrieben hab.

schreibstation: Dann fließen die Texte also nicht einfach spontan mal?

Julian: Das kommt leider eher selten vor. Also man muss auch sagen, dass man da eigentlich ziemlich unfrei ist. Weil man sich ja in einem Metrum befindet und eine Melodie hat, die den Rhythmus vorgibt und dann in der Regel natürlich auch, was das klassische Singer-Songwriting ausmacht, dass sich Dinge irgendwie reimen sollten. Also man ist da eigentlich relativ gefangen. Was ich schon habe, ist die Idee von einem Song. Dass ich ein Thema hab, über das ich schreiben will oder ein Erlebnis, das ich reinbringen will. Aber dann wird´s schwierig, diese ganze Information in einen Text zu packen, der dann zu diesen Regeln wie Metrum, Geschwindigkeit und Reimschema passt.

schreibstation: Hast du schon mal überlegt, dir Unterstützung für die Texte zu holen?

Julian: Nein. Das gehört ja dazu. Und das meinte ich auch mit der etwas misslungenen Zahnarzt-Metapher. (lacht) Man muss es machen und wenn man es hinter sich hat, dann ist man erleichtert und froh. Und wenn der Text dann gut geworden ist, dann ist man natürlich auch stolz drauf. Also ich bin auf meine Texte oftmals stolzer, als auf meine Musik, weil ich da das Gefühl habe, dass ich wirklich hart daran gearbeitet habe. Nicht so wie bei der Musik, die fliegt mir manchmal einfach so zu. Da hab ich vielleicht einfach ein bisschen Glück. (lacht)

schreibstation: Wie lange brauchst du denn dann für einen Song?

Julian: Also was sehr schnell gehen kann, sagen wir mal, man hat nur ne Melodie und Harmonien und spielt dann ein paar Akkorde und dann kann es schon sein, dass so ein ganzer Song, also sagen wir mal eine Strophe, Bridge und Refrain an einem Abend steht. Aber dann ist natürlich erstens noch kein Text dabei und man hat auch sozusagen erst eine Art Skizze von nem Song. Und man will vielleicht auch nicht jeden Song nur mit Gitarre oder Klavier begleitet haben. Man will ne Band haben, vielleicht noch andere Instrumente und ein bisschen ausprobieren. Und dann fängt man an das Ganze auszubauen und das ist ein Prozess, der relativ lang dauert. Also dieses Grundgerüst geht schnell aber von da aus hin zu einem fertigen Song mit ausgefeilten Melodien und dann das Aufnehmen und das Produzieren, das ist dann doch immer langwierig.

schreibstation: Und wo findest du die anderen Musiker?

Julian: Ach, Musiker gibt es doch so viele. (lacht) Nein, ich hab ja früher in Bands gespielt und das ist jetzt mein Soloprojekt. Und ich hab es bei meinen letzten beiden Alben wirklich so gemacht, dass ich einfach mit diesen Skizzen ins Studio gegangen bin und dann Musiker dazu kamen und mit ihnen hab ich dann die Songs zusammen ausgearbeitet. Das war mit meiner Plattenfirma damals noch, der ein großes Studio gehört in das ich dann einfach einen Monat gehen konnte mit anderen Musikern die einfach Lust darauf hatten, was auszuprobieren. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Jetzt ist es so, dass ich viel Zuhause am Computer mache. Dadurch, dass ich ja auch Filmmusik mache, arbeite ich viel mit elektronischen Streichern und Orgeln und Klavier und Drum-Computer und so. Also diesen ganzen Ausbauprozess, den ich früher im Studio gemacht habe, kann ich jetzt hier machen. Also ich produzier den Song dann wirklich weitestgehend schon vor und nehm ihn so mit ins Studio. Und das hat was Positives und was Negatives. Das Positive ist natürlich, dass man mehr ausprobieren kann und nicht unter Zeitdruck steht. Also wenn Leute zusammen sitzen, die immer nur ne begrenzte Zeit haben, um richtig zusammen zu arbeiten. Aber andererseits ist der Nachteil, dass auf die Art Perspektiven verloren gehen. Und deshalb versuch ich das ein bisschen zu mischen. Also das ich die Songs relativ weit vorproduziere, aber dann zum Beispiel mit meiner Live-Band nochmal übe und frage, ob sie noch etwas ändern würden.

schreibstation: Redest du oft über deine Musik?

Julian: Eigentlich nicht so. Also das ist jetzt schon was Spezielles, diese Interview-Situation hier gerade. (lacht) Man redet natürlich schon über Musik mit anderen Musikern, aber man redet hauptsächlich über organisatorische Dinge und technische Details. Aber so ein Grundsatzgespräch über Musik hatte ich ehrlich gesagt schon lange nicht mehr. Ich kenn das schon, dass Leute nach dem Konzert herkommen und sagen, dass es ihnen gefallen hat oder dass sie zum Beispiel fragen, warum machst du nicht mehr in die Richtung oder mehr in die Richtung. Aber das ich schon mal mit jemandem über einen Song so im Detail geredet hab, da kann ich mich nicht dran erinnern. Ich glaube auch nicht, dass ein Song bei vielen Leuten auf so einer Bewusstseinsebene abläuft. Also dass man wirklich den Text versteht, drüber nachdenkt und sozusagen rational analysiert. Was ich aber schon glaube, ist, wenn im Idealfall diese Stimmung der Musik und diese Stimmung des Textes so eine Symbiose eingehen und ein Gefühl vermitteln, dass die Leute dann einfach diese Stimmung aufnehmen, auch wenn sie nur Fragmente vom Text verstehen. Der Text kommt also immer an, aber eben auf so einer Gefühlsebene und nicht auf einer Kopfebene.

schreibstation: Was für eine Geschichte steckt hinter »Their favorit song«?

Julian: Es gibt bei mir immer zwei Kategorien von Songs, wenn wir nur über den Text reden. Es gibt Songs über Dinge, die mir wirklich passiert sind und dann rein fiktionale Songs. Und dieser Song ist einfach eine Erfindung. Die Musik habe ich schon lange vorher geschrieben und da wusste ich auch schon, es passt relativ viel Text in den Song rein und deshalb sollte es halt wirklich eine Erzählung werden. Es ist eine tragische Liebesgeschichte. Also es geht um zwei Personen, die im Streit auseinander gehen. Und eine der beiden Personen kommt ums Leben, in dem Moment, in dem eigentlich beiden klar ist, dass sie, obwohl ihre Beziehung auf der Grenze war, eigentlich zusammen gehören. Und beide sind guter Dinge und dann passiert das Schreckliche. Also das Mädchen schleicht sich in der Nacht raus und rennt durch die Straßen und dann wird ihr klar, was sie eigentlich an ihm hat. Und währenddessen wacht er Zuhause auf und ist noch sauer wegen dem Streit, aber dann macht er das Radio an und hört das Lied von den beiden, also ihrer beider Song. Und in dem Moment versöhnt er sich auch wieder mit ihr, aber dann wird sie aber eben überfahren auf dem Weg nach Hause. Es muss in den Texten auch immer so ein bisschen Drama drin sein, da steh ich schon drauf.

schreibstation: Aus welcher Situation heraus ist der Song denn entstanden?

Julian: Da war das Album schon relativ fertig, also alles war schon fast fertig im Studio aufgenommen. Aber da gab´s so drei vier Songs, für die einfach noch kein Text da war. Und die Musiker, die mit mir im Studio waren, die mussten sich die ganze Zeit meinen dubiosen Gesang dazu anhören. (lacht) Und das war dann ein Moment, in dem ich mich wirklich hingesetzt habe und mir gesagt habe, du schreibst jetzt einen Text. Also wirklich mit Ansage und unter Zeitdruck.

schreibstation: Hast du eine Lieblingszeile in dem Song?

Julian: Ja, die ist an der Stelle, als sie auf der Straße ist und merkt, dass eigentlich wieder alles gut werden soll, aber das wird es dann halt nicht mehr: »But the gods decide at night who to leave and who to blight and they exercise their right« . Ich mag diese Zeile, weil sie so ein bisschen pathetisch ist und ich finde auch, der Reim ist ganz gut gelungen. Ja, das gefällt mir. Also ich bin eigentlich jemand, der lieber melancholische Sachen schreibt und weil der Song eher so ein bisschen poppig und happy klingt, musste ich da textlich so ein Gegengewicht legen, dass es nicht insgesamt zu fröhlich wird. Ja, ich steh nicht auf so Happy-Zeug. (lacht) Naja, das klingt jetzt wie so ein Klischee, weil man ja immer sagt, ach alles was melancholisch und düster ist hat irgendwie Tiefgang und alles was happy klingt, ist irgendwie flach und blöd. Also so einfach sollte man es natürlich nicht machen. Aber ich mochte immer lieber melancholische Sachen, das ist einfach so. Ich hab auch immer Angst, dass es zu einfach klingt, zu direkt. Deswegen mein ich eben auch, dass das Texte schreiben so schwierig ist, weil ich echt nen hohen Anspruch daran hab. Es gibt eigentlich nichts, was schlimmer ist, als ein Text, der sich als schlechter Text entlarvt. Musikalisch kann man immer noch was drehen, aber wenn man den Text so blank liest, also schwarz auf weiß, dann ist er, finde ich, die direkteste und härteste Form der Kunst. Und es fällt auch sofort auf, wenn es schlecht ist. Deshalb hab ich da so viel Respekt davor.

Their favorite song – reinhören und rauslesen:

once again she could not sleep, by now the fourth night in this week

so she crept out of her bed, took her coat and searched her hat – just for walk

slowly moving down the street she considered all her grief

and through the night she realized what was wrong and what was right within her life

 

after all the days of gloom, she was reaching for the moon and her eyes began to

bloom

but the gods decide at night who to leave and who to blight and they exercise their

right

 

when he woke up in his bed the sunlight dyed the ceiling red

he still was angry from the fight which they had struggled the last night – once again

but when he turned the radio on it quietly played their favorite song

he suddenly became aware of how much he still cares for her – he‘s still missing her

 

and when the news started at ten they told from the accident but he hardly noticed

them

just a small voice in his head:

you had better seized it all – you had better taken all – you had better given all – you

had better lived it all

 

In the meantime it broke dawn, and she was quickly running home

there’s so much she wants to say, that all will work and that she’ll stay

 

but the corner was to tight, in her back the raising light and the brakes where much to

old

just a second in her mind:

you had better seized it all – you had better taken all – you had better given all – you

had better lived it all

a far-off sound broke in between and so he woke up from his dream

when he turned over with a yawn he realized that she was gone – but not how long

Info: Julian spielt diesen Samstag (28.März) von 20:30 bis 21:30 anlässlich der »Earth Hour« auf dem Marienplatz in München.

Cover_OMAHA_BEACH_LP

Foto oben: Andi Graf


»Anything can make good lyrics« – Xavier Darcy sound so.

DARCY pressrelease

An einem Sonntagvormittag im Januar unterhielt ich mich mal auf Deutsch, mal auf Englisch mit Xavier Darcy im Aroma Café in München. Er trank einen Flat White, ähnlich wie Cappuccino, allerdings anders zubereitet: die Milch wird dabei ganz fein aufgeschäumt, erklärte er mir. Mit Kaffee kennt sich der gebürtige Schotte gut und gerne aus, ebenso mit dem Weiterziehen – Kanada, die USA und mehrere Länder Europas waren bereits sein Zuhause; einige Jahre auch München. Dorthin ist er letzten Sommer zurückgekehrt, um sich voll und ganz seiner Musik zu widmen. In zehn Tagen findet nun das Release Konzert seiner EP Extended Play statt. Auf dem Cover zeigt er sich mit Kaffeetasse und in The Communist singt er über seinen Idealismus.

schreibstation: Why do you make music?

Xavier Darcy: Why I make music? Well, like almost every child these days, my parents sent me to piano lessons from a young age and tried to get me into music. When I lived in Canada, I was in the school choir and I was entered into a talent show in my school by my music teacher. There I had to sing the song »Daisy Daisy« (singt) with a girl, it´s a really old folksong from England. And that was basically my first experience of being on stage. I really loved the feeling and the reception I got. Soon I started singing lessons. This was all classical music by the way. When I moved to Germany, I continued singing classically, performing in operas and musicals and all that. I was even in the Domsingknaben here in Munich. And at some point during it all my voice broke, and I had to take a break from classical music. So I picked up the guitar and I decided that I wanted to be Bob Dylan (lacht). I never had guitar lessons, but the first moment I played the guitar, it was completely different to anything I had ever done before. I did a lot of that Sixties Rock and I tried to shake off all the classical music influences I had.

schreibstation: Schreibst du deine Songs selbst?

Xavier Darcy: Nein, es gibt ein Team von 200 Songschreibern hinter mir (lacht). Nee nee, das ist alles selbstgeschrieben. Das ist auch der Sinn und Zweck von Singer-Songwritern für mich, seine Songs zu schreiben und auch etwas über sich selbst zu erzählen. Also wenn ich einen Singer-Songwriter sehe, will ich nicht nur coole Melodien im Kopf haben, ich will auch etwas über den Typen erfahren. Das ist sehr wichtig finde ich, so ein persönlich-autobiografischer Austausch.

schreibstation: Und das geht nur über die Texte?

Xavier Darcy: Nein natürlich nicht. Das geht auch über die Melodien. Aber die Texte sind doch direkter, um eine Geschichte zu erzählen. Bei mir ist es immer so, dass ich meine Texte schreibe und versuche prägnante Melodien zu finden, um die Texte zu unterstreichen.

schreibstation: Wie entstehen deine Texte?

Xavier Darcy: Also oft habe ich wochenlang ein Wort oder einen Satz im Kopf. Zum Beispiel, wir hatten auf der letzten Tour einen Gig in Erfurt und der Club befand sich am Juri-Gagarin-Ring und dann ja, hab ich einen Song geschrieben der Yuri Gagarin heißt. Ich hab mir einfach gedacht, wie kann ich daraus was Cooles machen. Das war einfach so ein Name, der mir im Kopf stecken geblieben ist. Aber ich bin auch einer, der manchmal sagt, hey jetzt muss ich mich hinsetzen und mich konzertieren. Ich warte nicht darauf, dass mich die Muse küsst. Und manchmal entstehen dabei tolle Sachen und manchmal nicht. Man kann nicht generell sagen, dass es irgendeine bestimmte Art und Weise gibt. Manchmal muss ich mich wirklich konzentrieren und manchmal kommt das einfach und ich finde das sind beides gute Wege, um Songs zu schreiben. Manchmal habe ich Songs die direkt aus dem Moment heraus entstehen und manchmal sind es sehr durchdachte Kompositionen, wie zum Beispiel mein Song Writing to Natalie.

schreibstation: What makes great lyrics for you?

Xavier Darcy: (lacht) How long is a piece of string?

schreibstation: What?

Xavier Darcy: In English we have a saying, when there´s million possible answers to a question, you say: How long is a piece of string? Anything can make good lyrics. Anything at all. On the one hand you have Bob Dylan who is basically a poet with an acoustic guitar. And on the other you can have someone like One Direction; I can ´t say they have bad, or inferior lyrics, because there are 80 000 girls at the concert singing them back to them. Who am I to judge? Basically beauty is in the eye of the beholder. It´s completely different for each person. I could even write some bullshit on this napkin now and you could hear it in a song and think: Oh my god, that´s genius.

schreibstation: Welche Rolle spielt der Text in deiner Musik?

Xavier Darcy: Für mich ist er unglaublich wichtig. Es sind Geschichten, in denen viel Arbeit steckt und ich denke sehr viel darüber nach. Wahrscheinlich viel zu viel. Es kommt ja auch vor, dass den Leuten die Lyrics egal sind und ja, meine Lyrics sind auch oft eher kompliziert. Also ich habe jetzt nicht so große poppige Singalongs. Wenn du einen Chorus von mir hörst ist das oft so ein ganz langer Chorus mit vielen Wörtern und nicht so ganz viel »La La La«. Aber ja, ich hoffe, dass die Leute schon auf meine Texte hören, auch wenn sie nicht alles verstehen. Ich versuche die Lyrics auch durch meine Performance und meine Melodien zu transportieren. Aber ja, ich glaube mit Musik entstehen Geschichten. Und deshalb sind mir meine Lyrics so wichtig.

schreibstation: Does literature influence your writing?

Xavier Darcy: Yeah, of course. The first time I actually discovered literature for myself was Jack Kerouac. I read On The Road when I was 15. And then I discovered all of his other books and his writing style. What really influenced me, was his style of stream-of-consciousness writing. Later I found that Dylan had been influenced by this too, as he had written all of his long rambling songs. I guess that influenced me in the sense that I sometimes write millions of verses and select a few for the final song. Often when I write about eight verses, we’ll cut it down to less in the studio.

schreibstation: And what are you doing with the verses, that are left over?

Xavier Darcy: I often play them live. I mean then you´ve got the ability to make the song kind of different.

schreibstation. Ok let´s talk about The Communist. Was ist die Geschichte des Songs?

Xavier Darcy: Der Song ist ganz einfach: Es geht um einen Idealisten. Ich habe The Communist sozusagen als Figur benutzt. Ich bin ein Idealist, was manchmal gut ist und manchmal auch schlecht. Und ich habe versucht statt über meinen Idealismus generell zu reden, ein bisschen von mir durch eine andere Person zu erzählen. Und in diesem Song geht es nicht um romantischen Idealismus oder musikalischen Idealismus, es geht um politischen Idealismus. Es geht halt um einen Typ, The Communist, der seiner Freundin von seinen großen Ideen für die Welt erzählt – I mean, my head is full of ideas (lacht) – aber ihr ist es eigentlich scheißegal. Und der Chorus erzählt auch, ja der Typ weiß eigentlich, dass er ein Idealist ist und dass wahrscheinlich alles was er denkt, nie Realität wird.

schreibstation: Is there a favorite line in The Communist, that you like to sing?

Xavier Darcy: Ja natürlich. Of course! You know the line: Darling, I know you don´t give a fuck. (singt) I mean, is there any more satisfying word in the English language than »fuck«? I think it´s such a beautiful word. It´s just so rhythmic. I just had to have a song with the f-word in it! And I also like this line: An idealist with a guitar on his back. I guess that’s me!

Nach unserem Gespräch hat mir Darcy dann seine Kopfhörer aufgesetzt und ich durfte seiner EP lauschen, die zu diesem Zeitpunkt ganz frisch aus dem Studio kam. Da saßen wir uns also gegenüber, er an seinem zweiten Flat White nippend, ich mit meinem Kopf wippend.

The Communist – reinhören und rauslesen:

 

I know you think my head’s full of ideas,

But darling will you please lend me your ears,

I’ll lay them out in a song for you,

Though both of us know they’re not really true

 

Fading, like shadows in the cave,

Fickle, like promises I’ve made,

Fated, never to exist,

They’re the empty dreams of the communist.

 

My manifesto’s radical I swear,

Cobblestones will fly through the air,

I hear you sigh so disingenuously,

Oh I know what you’re thinking sweet Marie.

 

Fading, like shadows in the cave,

Fickle, like promises I’ve made,

Fated, never to exist,

They’re the empty dreams of the communist.

 

Believe me, now I can take the flak,

An idealist with a guitar on his back,

Now I know how pathetic I must seem,

But listen now, the bell it tolls for thee.

 

Now darling, you know I don’t give a fuck,

And I know it’s high time that I gave up,

I thought the old brigades would reunite,

Not even you and I could get it right.

Fading, like shadows in the cave,

Fickle, like promises I’ve made,

Fated, never to exist,

Like the empty dreams of

the empty dreams of

the empty dreams of the communist.

 

Info: Die EP Extended Play ist bereits bei I-Tunes und Amazon erhältlich und kann auch schon auf Spotify angehört werden. Das Release Konzert findet am 27.Februar 2015 um 20 Uhr im Muffatcafé in München statt.


Sehnsucht unter weißen Palmen – Impala Ray sound so.

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Rainer Gärtner aus München ist Impala Ray – eigentlich ein Soloprojekt, aber eigentlich auch eine Gemeinschaftssache meint er, denn der Bandcharakter muss sein, »weil es schön ist einfach«. Es ist schön, wenn Nicola Missel ihn mit der Tuba begleitet, Carmen Unterhofer mit ihm singt und auf dem Hackbrett spielt und Dominik Haider oder Manuel Hornung an den Drums sitzen. Seine Songs schreibt er aber allein und am liebsten so, dass seine Texte genauso verstanden werden, wie er sie meint. Am 1. August ist sein Debütalbum Old Mill Valley erschienen, auf dem White Palms zu hören ist. Ein Song, der den perfekten Sehnsuchtsort beschreibt. Das hat mir Impala Ray vor seinem Konzert in der SoHo Stage in Augsburg erzählt.

schreibstation: Warum schreibst du deine Songtexte selbst?

Impala Ray: Das Wichtigste ist, finde ich, wenn man selbst Musik macht, kann sie nur gut werden, wenn man sie fühlt. Das ist der Anspruch an jeden Song. Du musst ihn fühlen können. Und wenn du ihn nicht fühlst, dann ist er nicht gut. Und nur wenn du ihn fühlst, kannst du ihn aufs Publikum übertragen.

schreibstation: Was entsteht dann zuerst, wenn du an einem neuen Song arbeitest: Der Text oder die Melodie?

Impala Ray: Also bei mir ist es so, dass die Melodie sehr wichtig ist. Sie gibt alles vor. Die Melodie gibt die Wörter vor. Weil zu jedem Wort eine Melodie passt, irgendwie. Das ist schwierig zu beschreiben. Sie ist quasi die Vorgabe, die dann das Thema bestimmt.

schreibstation: Also du meinst, die Melodie gibt zum Beispiel vor, dass aus einem Lied vom Text her ein Liebeslied wird, weil die Melodie eben nach einem Liebeslied klingt und nicht nach einem, ich sage mal, fetzigeren Song?

Impala Ray: Ja, eigentlich schon. Aber du kannst auch einen fetzigen Liebessong schreiben (lacht). Es gibt einfach so ein paar Schlüsselwörter, die entstehen in diesem Prozess und die sind dann die Basis für den Song.

schreibstation: Wie entstehen deine Songs?

Impala Ray: Ich schnapp irgendetwas auf und das wird dann verarbeitet. Dann muss ich mich natürlich schon hinsetzen mit meiner Gitarre und schreib den Song Zeile für Zeile runter. Ich muss ja dann schauen mit es dem Takt und alles, passt das von der Metrik her und die Reime und so weiter.

schreibstation: Wie lange brauchst du denn so für einen Song?

Impala Ray: Unterschiedlich. Es gibt Songs, die entstehen in fünf Minuten und es gibt Songs, die brauchen ein halbes Jahr. Wie es gerade kommt.

schreibstation: Gibt es bestimmte Autoren oder Bücher, die dich beim Schreiben beeinflussen?

Impala Ray: Es gibt jetzt nicht so den einen Autor, aber ja schon. John Steinbeck, »Früchte des Zorns« oder »Jenseits von Eden«. Die Themen gefallen mir echt gut. Es spielt meistens in Kalifornien und das ist der Sehnsuchtsort unserer Musik. Ja, Steinbeck ist so einer der wichtigsten. Es gibt auch andere, aber da gefällt mir meist nur ein Roman und die anderen dann nicht mehr.

schreibstation: Und wenn du über deine Musik sprichst, also auch so im Privaten mal, ist der Text dann ein Thema?

Impala Ray: Es ist lustig, eigentlich nie. Warum kann ich, glaube ich, beantworten: Weil ich auf Englisch singe. Da hören die Leute nie auf den Text, immer nur auf die Melodie.

schreibstation: Ist es dir denn wichtig, dass was du singst, auch so ankommt, wie du es meinst?

Impala Ray: Es ist schön, wenn man Luft zum interpretieren hat. Aber am liebsten wäre es mir schon, wenn man es genauso verstehen würde, wie ichs meine. Das wäre im Prinzip das Ziel. Ich will nicht Texte schreiben, die so metaphorisch sind und nur Wörter hinschmeißen.

schreibstation: Warum schreibst du dann auf Englisch?

Impala Ray: Weil es mir besser liegt einfach, weil ich das Gefühl besser ausdrücken kann. Ich hab früher auf Deutsch geschrieben, aber die Texte waren dann eher sozialkritisch. Ich will aber Geschichten über Menschen erzählen. Das Problem ist nur, du hast ja nicht so viel Platz wie in einem Buch. Im Buch hast du mehrere Seiten, einen Menschen zu beschreiben. Wie seine Hände aussehen, wie er geht oder wie er riecht vielleicht auch. Das schaffst du halt in einem Song nicht, da kannst du quasi nur kleine Buchteile reinbringen. Aber das versuch ich zumindest. Dass man sich einen Menschen vorstellen kann, das ist das Schöne, wenn man das mit einem Songtext schafft.

schreibstation: Wie ist es denn mit White Palms? Ich hab den Song als Beispiel gewählt, weil er mir nach eurem Konzert im Atomic Cafe im September als Ohrwurm geblieben ist.

Impala Ray: Oh Gott, echt? Nein, das ist schön. Das ist schön. Nur weil du eben nun so lange einen Ohrwurm haben musstest…

schreibstation: Aber ich mag Ohrwürmer doch! Also, was erzählt White Palms? Was sind diese weißen Palmen?

Impala Ray: Diese White Palms sind genau dieser Sehnsuchtsort, den ich immer suche. Diese perfekte Welt. Ich sage nicht weißer Strand, sondern weiße Palmen, weil es etwas Besonderes ist, also wirklich etwas Einzigartiges. Das ist ein Ort, an dem man einfach glücklich ist, wo es einem gut geht und das kann für jeden Menschen ein anderer Ort sein. Und für dieses Mädel, das ist die Hauptperson in dem Song, ist es dieser Ort mit den White Palms. Sie schaut sich die Welt an, um die weißen Palmen zu finden und der Gag ist aber, der Papa hat die weißen Palmen zu Hause gepflanzt. Und irgendwann erkennst sie eben, dass die weißen Palmen eigentlich beim Papa sind und denkt sich, ok, sie hat jetzt alles gesehen und eigentlich will sie jetzt wieder heim. Und sie begibt sich dann auf die Rückreise, durch die Stadt und alles ist so laut und sie ist total gestresst und überfordert. Das tragische an dem Song ist, dass sie ewig sucht, dass sie am Ende alt ist und nicht zurückfindet. Es ist ein offenes Ende. Und so eine Familiengeschichte. Wie die Geschichte der verlorenen Tochter. Und das ist auch das, was ich an unserer Platte Old Mill Valley so mag, dass es immer so Familiengeschichten sind. Das ist eben das, was in meinem Kopf ist, was mich beschäftigt.

schreibstation: Ich interpretiere das jetzt mal weiter: Der Papa hat die weißen Palmen also gepflanzt, um die Tochter zurückzuholen?

Impala Ray: Jetzt kommst du! (lacht) Na, die stehn schon länger da.

schreibstation: Ok ok. Dann eine letzte Frage: Hast du denn eine Lieblingstextstelle in White Palms?

Impala Ray: Ja, da gibt’s eine Zeile. Aber da müsste ich den Song nochmal singen. Ja, dann muss ich ihn heut wohl spielen. (lacht)

schreibstation: Also von mir aus gerne. Und lieben Dank fürs Gespräch!

Gesagt, getan. Impala Ray hat White Palms beim Konzert in Augsburg dann tatsächlich gespielt und mir im Anschluss seine Lieblingszeile verraten; sie lässt sich in der zweiten Strophe finden, als Maggie sich auf dem Heimweg befindet:

The cars screamded loud in the towns

Und nun: reinlesen und raushören!

Calling Maggie she´s so alone
On her own she´s coming back
Oh it pumps so loud in her ears
Her heart is like a humming bird
And she feels her tired legs
Oh they don´t hurt
And she miss her father´s palms
The white, white palms

So she left one day
The big grey old town
To come back home
All alone
Just to see her father´s palms
White palms called her all the way
To come back home
Come back home, come back home, come back home

Old Maggie walks on her own
The years have gone by
The cars screamed loud in the towns
The big grey old towns
And she still haven´t found
What she was searching for
And she miss her father´s palms
The white, white palms

So she left one day
The big grey old town
To come back home
All alone
Just to see her father´s palms
White palms called her all the way
To come back home
Come back home, come back home, come back home

And she walks straight on back home, home
During night she follows the storms
The road leads back right home
Where the palms, white palms have grown

Info: Diese Woche noch tourt Impala Ray mit Jesper Munk durch Deutschland: heut Ravensburg (Studio 104), 13.11. Leipzig (Moritzbastei), 14.11. Pfarrkirchen (Boogaloo). Weitere Konzerte: München 15.11. (Internate Imperim) und 22.12 (Heppel & Ettlich); 11.12. Bayreuth (Glashaus). Und wie Impala Ray seine Songtexte in Bilder umsetzt, ist bald im Video zu dem Song The Gambler zu sehen; das Making Of gibt es schon hier.

Foto: Christopher Wesser

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